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Boden-Vital (Mykorrhiza & Bodenbakterien)

Endomykorrhiza-Pilze und Bodenbakterien zur Stärkung Ihrer Pflanzen und Vitalisierung des Bodens

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Artikel-Nr.:
710002
Boden-Vital 100 g
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Grundpreis: 104,48 € pro 1kg

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Artikel-Nr.:
710001
Boden-Vital 1kg
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Boden-Vital

Endomykorrhiza UND Bodenbakterien - zur Vitalisierung und Kräftigung Ihrer Pflanzen UND Böden

Beschreibung:

Boden-Vital ist ein Pulver aus Gesteinsmehl und enthält Sporen verschiedener arbuskulärer Endomykorrhiza-Pilzstämme und Bodenbakterien in definierter, hoher Konzentration und Vitalität. Diese Mikroorganismen kommen alle im heimischen Boden vor und sorgen für eine verbesserte Wasser- und Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen. Die verwendeten Endomykorrhizapilze sind sorgfätig dahingehend ausgesucht, dass sie vielen wichtigen Zier- und Nutzpflanzen in Haus, Garten und in der Landwirtschaft zu einem kräftigeren und gesünderen Wachstum verhelfen. Die sorgfältig ausgesuchten Bakterienarten verbessern die Gesundheit Ihrer Pflanzen: 1) Sie produzieren Stoffe, die das Wachstum und die Abwehrkräfte der Pflanze stimulieren; 2) Sie können Stickstoff für die Pflanze besser verfügbar machen. Zudem erhöhen die in Boden-Vital enthaltenen Bodenbakterien nachhaltig die Qualität, Struktur, Vitalität und Nährstoffzusammensetzung Ihrer Böden.

Ihre Pflanzen werden vitaler, wachsen besser und sind resistenter gegenüber Stresseinflüsse wie Wassermangel, Schädlings- und Krankheitsbefall. Insbesondere an nicht optimalen Standorten mit schlechter Nährstoff- und Wasserversorgung verhilft Boden-Vital Ihren Pflanzen zu mehr Vitalität. Neupflanzungen können sich besser etablieren und überstehen die Erstbesiedelung besser. Eine bessere Nährstoff- und Wasserversorgung Ihrer Pflanzen und erhöhte Toleranz gegen Schädlinge/Krankheiten bedeutet auch, dass der Einsatz von Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln und Wasser reduziert werden kann.

Alle hier beschriebenen positiven Auswirkungen auf die Pflanzengesundheit sind Sekundäreffekte der Mykorrhizierung mit Boden-Vital. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Boden-Vital daher kein Pflanzenhilfsstoff/Bodenhilfsstoff im Sinne des Pflanzenschutzgesetzes ist.

Vorteile:

  • hoch aktive Endomykorrhiza-Pilzsporen (über 280.000 infektive Einheiten) und effektive Bodenbakterien in fachkundig ausgesuchter Zusammensetzung

  • Mykorrhiza vergrößern die Wurzeloberfläche und verhelfen Ihren Pflanzen zu einer verbesserten Nährstoff- und Wasserversorgung

  • Bodenbakterien steigern nachhaltig die Qualität, Struktur, Vitalität und Nährstoffzusammensetzung Ihrer Böden

  • Ihre Pflanzen werden vitaler, gesünder und wachsen besser

  • stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren (z.B. Trockenheit, ungünstiger pH-Wert im Boden) und Schädlingen/Krankheiten

  • der Einsatz von Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln und Wasser kann reduziert werden

  • großer Einsatzbereich: ca. 80% aller Pflanzenarten können eine Endomykorrhiza-Symbiose eingehen

  • 1 kg sind ausreichend z.B. für 250 m² Fläche (weitere Anwendungen siehe unten)

Anwendungsbereiche:

  • Gemüsebau
  • Obstbau (Obststräucher und Obstgehölze)
  • Kräuter und Gewürze
  • Rasen
  • Zierpflanzen
  • Gartenblumen und Sträucher
  • Baumschulen
  • Getreide

Beachten Sie bitte, dass nicht alle Pflanzenarten befähigt sind, Endomykorrhiza zu bilden. Bitte lesen Sie unten weiter oder kontaktieren Sie uns.

 

Anwendungsempfehlungen:

Boden-Vital hat ein sehr breites Anwendungsspektrum:

  • Es kann direkt auf die zu behandelnden Flächen (Rasen, Beete) ausgebracht werden.
  • Es kann im Pflanzsubstrat untergemischt werden
  • Jungpflanzen, Topf- Garten- und Gehölzpflanzen und Samen (Saatgut) können mit dem Produkt behandelt werden

Wichtig für eine effektive Keimung und Entwicklung der Endomykorrhiza ist ein direkter Kontakt von den Pilzsporen in Boden-Vital mit den Samen oder Wurzeln der Pflanzen. Dieses kann entweder durch direkte Applikation des Produktes an die Samen/Wurzeln erfolgen oder durch ein schnelles Eindringen der Sporen in den Boden (z.B. über das Gießwasser). Zudem können sich die Bodenbakterien nur im Bodensubstrat entwickeln. Dieses sollte feucht genug sein, damit sich die Pilzsporen und Bakterien optimal ausbilden können. Kalte Witterung macht den Mikroorganismen in der Regel nichts, die Entwicklung kann jedoch etwas verzögert sein. Hitze jedoch kann den Mikroorganismen schädigen, aber der Boden ist ein guter Wärmeisolator und schützt die Bodenlebewesen vor extremer Hitze.

 

ANWENDUNGSARTAUFWANDMENGEHANDHABUNG
Ausbringung auf Flächen
(z.B. Rasen, Beete)
40 g je 10 m² Fläche

nach Vertikutierung/Aerifizierung: erforderliche Produktmenge in die entsprechende Menge Wasser geben (ca. 5-25 g/Liter Wasser) und in die Löcher gießen

vor Rasensaat: Boden-Vital in Wasser geben (siehe oben) und auf der Fläche verteilen

Untermischen in Pflanzsubstrat1-2 g je Liter SubstratBoden-Vital gleichmäßig mit dem Substrat mischen und wie üblich nutzen
Jungpflanzen2 g je Jungpflanze/Pflanzlocha) direkte Behandlung des Saatgutes/der Wurzeln mit Boden-Vital
oder
b) 5-25 g Boden-Vital in 1 Liter Wasser geben und in die Pflanzlöcher gießen
Aussaat
(z.B. Direktsaat in Pflanzfurchen)
3-5 g je Meter Furchea) direkte Behandlung des Saatgutes mit Boden-Vital
oder
b) nach Aussaat 5-25 g Boden-Vital in 1 Liter Wasser geben und in die offene Furche gießen, anschließend Furche schließen
TopfpflanzenTöpfe bis 2 Liter: 2 g 
Töpfe bis 10 Liter: 10 g 
Töpfe > 10 Liter: 10 g je 10 Liter
a) direkte Behandlung des Saatgutes/der Wurzeln mit Boden-Vital
oder
b) 5-25 g Boden-Vital in 1 Liter Wasser geben und in die Pflanzlöcher gießen
Gehölze
(Hecken, Sträucher, Bäume)

25 g Boden-Vital je 10 cm
Stammdurchmesser

10-20 g Boden-Vital je 10 cm
Ballendurchmesser

im Erdreich unter der Pflanzenkrone Löcher bohren (Abstand: 50 cm, Durchmesser: 5-10 cm, Tiefe: 30 cm)

erforderliche Menge Boden-Vital in die Löcher geben und angießen oder 5-25 g Boden-Vital in 1 Liter Wasser geben und in die Löcher gießen

Lagerung:

Die Verwendung ist bei Lagerung in geschlossener Packung, geschützt vor Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung, bei Temperaturen zwischen +4 °C und +25 °C 18 Monate möglich.

 

Was sind Mykorrhiza?

Zum optimalen Wachstum müssen Pflanzen Nährstoffe und Wasser aus dem Boden aufnehmen. Eine Symbiose (partnerschaftliches Zusammenleben artfremder Organismen mit gegenseitigem Nutzen) zwischen Pilzen und Pflanzen (Mykorrhiza) zum gegenseitigen Austausch von essentiellen Nährstoffen (insbesondere Phosphat und Stickstoff vom Pilz an die Pflanze) und Wasser ist hierbei für die Pflanze von herausragender Bedeutung und verbessert die Nährstoffversorgung der Pflanze.

Um jedoch zu verstehen, was eine Mykorrhiza-Symbiose ist, muss man wissen, wie Pilze aufgebaut sind. Viele Menschen verstehen unter einem Pilz nur den sichtbaren Pilzhut mit Stiel, den man in der Natur findet. Dieser „Fruchtkörper“ besteht aber aus unzähligen fadenförmigen Zellen eines Pilzes (wissenschaftlich als Hyphen bezeichnet; die Gesamtheit aller Hyphen eines Pilzes nennt man Mycel) und dient der Fortpflanzung. Die Hyphen bilden nicht nur den Fruchtkörper, sondern breiten sich großflächig im Boden aus und bilden dort ein weitläufiges, meist unsichtbares Mycelgeflecht. Die Gesamtheit aller Hyphen eines Pilzes, oberirdisch und im Boden, macht also einen Pilz aus. Pilze können riesige Flächen besiedeln und werden als die größten lebenden Organismen der Welt angesehen. Natürlich kommen die Hyphen im Boden zwangsläufig auch mit den Wurzeln der Bäume in Kontakt. Dabei hat sich schon vor mehreren hundert Millionen Jahren eine gemeinschaftliche Beziehung zwischen Landpflanzen und Pilzen entwickelt, die beiden Partnern (Pflanze und Pilze) einen Nutzen bringt.

Das Wurzelgeflecht des Pilzes kommt bei dieser Symbiose in direkten Kontakt mit den Feinwurzeln der Pflanze. Beide Wurzelsysteme verbinden sich und bilden somit die Mykorrhiza (Mykorrhiza kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet 'Pilzwurzel'). Hierbei wird die Pflanzenwurzel morphologisch verändert: die Pilzhyphen hüllen die Feinwurzeln ein und bilden einen Mantel um die Wurzel. Dabei dringen die Pilzhyphen auch in das Innere der Wurzeln ein. Das Wurzelgeflecht des Pilzes kann einen viel weiteren und tieferen Bereich des Bodens durchwachsen, als das Wurzelwerk der Pflanze allein. Diese Wurzelverbindung umfasst häufig das gesamte Feinwurzelsystem einer Pflanze. Mehr noch, selbst benachbarte Pflanzen können über eine Mykorrhiza verbunden sein und Stoffe austauschen. Wenn man dieses Phänomen weiter denkt, dann können z.B. ganze Waldabschnitte miteinander über Mykorrhiza verbunden sein.

Welche Stoffe werden ausgetauscht?

Durch die vergrößerte Wurzeldurchdringung des Bodens kann eine Nährstoffaufnahme ebenfalls in einem viel größeren Bodenbereich stattfinden. Zudem vermögen Pilze, Mineralsalze und Wasser viel besser aus dem Boden zu lösen, als es Pflanzen können. Das bedeutet, dass die Pflanze über die Verbindung mit dem Pilz viel besser versorgt wird: Mykorrhizapilze liefern den Pflanzen Nährsalze und Wasser. Zudem bietet der Pilz einen gewissen Schutz vor parasitären Erdpilzen und erhöht die Toleranz gegenüber Stressfaktoren (Wassermangel) und Schädlingen. Im Gegenzug erhalten Pilze von den Pflanzen Kohlenhydrate, die von den 'grünen' Pflanzen über die Photosynthese aufgebaut werden, Vitamine und weitere wichtige Stoffe. Da Pilze keine Photosynthese (also die Erzeugung von Kohlenhydraten mittels Sonnenenergie, Kohlendioxid und Wasser) betreiben können, müssen sie Kohlenhydrate anderweitig aufnehmen. Diese Kohlenhydrate könnten durch enzymatische Abbauprozesse von komplexen Kohlenhydraten (z.B. Stärke, Zellulose) aus organischer Substanz (z.B. Holz) aus dem Boden aufgenommen werden. Es gibt Pilze, welche die Enzyme besitzen, um Holz abzubauen und dadurch Kohlenhydrate zu gewinnen (so genannte saprobionte Pilze), aber vielen Mykorrhiza-Pilzen fehlen diese Enzyme, oder sie bedienen sich der viel effizienteren Möglichkeit der Kohlenhydrataufnahme mittels ihrer Pflanzenpartner.

Welche Mykorrhiza-Typen gibt es?

Etwa 90% aller Landpflanzen können eine Mykorrhiza-Symbiose mit einem Pilz eingehen. Hierbei muss man aber zwischen zwei Haupt-Mykorrhizatypen unterscheiden:

      1. Ektomykorrhiza
      2. Endomykorrhiza

Beide Mykorrhiza-Typen haben gemeinsam, dass die Pilzwurzeln (auch Hyphen genannt) in die Wurzeln der Pflanzen eindringen, somit in gewisser Weise miteinander verwachsen. Die Hyphen der Ektomykorrhiza-Pilze gelangen aber nicht bis in die Wurzelzellen, sondern sie verbleiben nur zwischen den Wurzelzellen (Interzellulärräume zwischen den Zellwänden) der äußeren Wurzelschichten und bilden dort ein dichtes Hyphengeflecht (Hartig´sches Netz). An der Oberfläche der Pflanzenwurzel bildet sich ein dicker Mantel an Pilzhyphen, der die Wurzel umschließt. Der Ektomykorrhiza-Typ kommt nur bei etwa 5% aller Landpflanzen vor (meistens bei Sträuchern und Bäumen der gemäßigten Breitenund beinhaltet viele Speisepilze (z.B. Steinpilz, Pfifferling, Trüffel).

Im Gegensatz zum Ektomykorrhiza-Typ dringen die Pilzhyphen der Endomykorrhiza bis in das Innere der Wurzelzellen vor. Dadurch kommt es zu einem direkteren Kontakt zwischen Pilz- und Pflanzenzelle als bei Ektomykorrhiza und einem intensiveren Austausch an Nährstoffen. Im Zellinneren bilden die Pilzhyphen häufig spezielle Organe aus, die Vesikel (ballonartige Hyphen zur Stoffspeicherung) und Arbuskeln (bäumchenartig verzweigte Hyphen zum Nährstoffaustausch). Daher werden viele Endomykorrhiza-Pilze auch zu der Unterform der Arbuskulären Mykorrhiza gezählt. Die Endomykorrhiza zählt weltweit zu der verbreitesten Form, etwa 80% aller Landpflanzen können Endomykorrhiza-Symbiosen eingehen. Hierzu gehören insbesondere krautige Pflanzen, darunter viele bedeutende Nutzpflanzen (viele Obst- und Gemüsesorten, Zierpflanzen, Sträucher). Interessanterweise gehören aber nur wenige Pilzarten diesem Typ an, die Mehrzahl von ihnen gehört zur Gattung Glomus. Das bedeutet, dass diese Pilzarten sehr wirtsunspezifisch sind und mit vielen Pflanzen eine Symbiose eingehen können.

Es gibt noch weitere Endomykorrhiza-Typen als Anpassung an extreme Lebensbedingungen, die aber nur in wenigen Pflanzenordnungen vorkommen: Ericoide Mykorrhiza, Monotropoide Mykorrhiza, Orchideenmykorrhiza, Ektendomykorrhiza und Arbutoide Mykorrhiza.

Welche Pflanzen profitieren von Boden-Vital?

Da über 80% aller Landpflanzen Endomykorrhiza ausbilden, ist es leichter die Frage zu beantworten, welche Pflanzen keine Endomykorrhiza ausbilden. Dazu gehören Arten, die entweder eine andere Mykorrhiza-Art ausbilden, oder keine Symbiose eingehen:

Ektomykorrhiza: hauptsächlich Nadelbäume und einige Laubbäume (Birke, Buche, Fichtenarten, Eiche, Erle, Espe, Eukalyptus, Haselnuss, Kastanie, Lärche, Linde, Pappel, Pinie, Tannenarten, Thujen, Walnuss, Weide)

Orchideenmykorrhiza: Orchideen

Ericoide Mykorrhiza: Pflanzen der Ordnung Ericales (Azaleen, Erdbeerbaum, Heidekraut, Heidelbeere, Krähenbeere, Moosbeere, Preiselbeere, Rhododendron)

Keine Mykorrhiza: Pflanzen der Familie Brassicaceae (Kohlarten (Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl), Kresse, Meerrettich, Radieschen, Raps, Rettich, Senf), Chenopodiaceae (Mangold, Rote Bete, Spinat, Zuckerrübe) und Riedgräser



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